Finnisches Winterwunderland

23.03.2020

Schon Tage vor meiner Abreise beobachte ich täglich die Wettervorhersage in Kuusamo und den umliegenden Gebieten. Sind die Temperaturen kalt genug? Schneit es damit genügend Schnee auf den Bäumen liegt? Wie ist die Vorhersage für klare Nächte damit ich das Nordlicht sehen kann? Alle Webcams der Gegend sind in meinen Favoriten abgespeichert und ich besuche sie regelmäßig.

Nachdem ich von Anfang Dezember bis Mitte Januar in Neuseeland unterwegs war und es danach auch bei uns viel zu warm war, freue ich mich riesig auf richtigen Winter im Norden Finnlands.

Schnee hat es genügend bei unserer Ankunft, nur die Verteilung ist leider nicht ganz so wie ich es mir erhofft habe. Die Bäume sind grün. Dieses Szenario kenne ich schon aus der Vergangenheit, auch damals war in den höheren Lagen trotzdem noch Schnee auf den Bäumen. Darum bleibt die Hoffnung, dass es auch dieses Mal so sein wird.

Am nächsten Tag geht es dann auch gleich in den Riisitunturi Nationalpark. Beim Losgehen vom Parkplatz sieht es schon etwas winterlicher aus und ich genieße das Knirschen des Schnees unter den Schneeschuhen. Je höher wir kommen, desto winterlicher wird es und aus der Ferne kann ich tief verschneite Bäume am „Gipfel“ sehen. Wenn ich hier von „Höher“ und „Gipfel“ spreche könnte man fast an einen Berg denken. In Wahrheit handelt es sich eher um einen Hügel, der hier in den schier endlosen und flachen Weiten Finnisch Lapplands liegt. Aber diese 200-300 Höhenmeter reichen aus, um ein völlig anderes Klima vorzufinden. Dadurch sind die Bäume hier oben auch jeden Winter von einem dicken Eismantel eingehüllt.

Es ist ein bizarres Winterwunderland und die eingeschneiten Bäume erinnern an Märchenfiguren. Unter der Last des Schneemantels biegen sich einige zu Boden, einer sieht aus wie ein Elefant und eine Maus ist auch dabei.

Die durchziehenden Wolken wirken dramatisch und kurz vor Sonnenuntergang bricht die Sonne doch noch für ein paar Augenblicke durch. Einfach herrlich!

Für den restlichen Trip sollte das der letzte Tag für gute Landschaftsfotos bleiben. Die Temperatur stieg über Null, es regnete und stürmte. Das war leider zu viel für die Schneeskulpturen und die Bäume legten ihren dicken Schneemantel ab… Die nächsten Tage fokussierten wir uns also auf die Tierfotografie. Dazu schreibe ich dann in den nächsten Tagen noch einen eigenen Blog. Letztendlich buchten wir Aufgrund des Corona Virus unsere Flüge um und traten unsere Heimreise früher als geplant an.

Schon länger verfolge ich die Entwicklungen von Sony mit großem Interesse. Für diesen Trip konnte ich mir von Sony die Alpha A7R IV ausleihen und habe ich sie jetzt endlich einmal selbst in der Hand. Im Vergleich zu meinen großen und schwereren DSLRs bin ich von der kompakten Haptik sofort begeistert und würde ich nicht zusätzlich auch noch meine Nikon Ausrüstung mitschleppen, wäre ich ziemlich leicht unterwegs. Es macht Spaß die ganzen Features der Kamera richtig auszuprobieren und so „ballere“ ich fröhlich vor mich hin. Wie das halt bei Männern so ist, wenn sie ein neues Spielzeug bekommen…

Auch die Bildqualität überzeugt. Die Details sind durch den 61 Megapixel Sensor beeindruckend und auch der Dynamikumfang der Kamera ist toll. Einen ausführlichen Test kann ich euch hier nicht abliefern, dafür habe ich die Kamera leider zu kurz eingesetzt. Der erste Eindruck war aber richtig gut. Vielleicht kann ich mir die Kamera ja wieder einmal ausleihen, gerade der Einsatz in der Tierfotografie würde mich sehr interessieren. Aus Gewichtsgründen konnte ich für die Sony dieses Mal leider kein Tele mitnehmen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Sony Schweiz & Österreich für die Möglichkeit, die Kamera zu testen.

Nächsten Winter nehme ich eine kleine Gruppe Fotografen mit an den Polarkreis. Mehr Infos zur Fotoreise "Winterwunderland in Finnland" gibt es auf der Seite der Naturfotowerkstatt.


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