Rückblick 2018 - Robert Haasmann

Rückblick 2018

December 31st, 2018


Das Jahr 2018 geht zu Ende, Zeit für einen kurzen Rückblick auf einige meiner Highlights. Dabei geht’s nicht um die besten Bilder, oft sind es die besonderen Momente die ich dabei erlebt habe, spezielle Stimmungen oder eine gute Zeit mit besonderen Menschen. Vorweg, 2018 war ein tolles Jahr für mich. Den Großteil des Jahres war ich unterwegs und hab entweder an verschiedenen Projekten gearbeitet, mein Portfolio erweitert oder Workshops und Fotoreisen geleitet.


Finnland

Los ging das Jahr in Finnland mit einem spektakulären Feuerwerk zu Silvester. Kein „normales“ Feuerwerk sondern ein grandioses Nordlichtspektakel im tiefwinterlichen Nordfinnland. Gut 1,5 Monate waren Jeannine und ich in Finnland unterwegs, auf der Jagd nach den Nordlichtern und nach einzigartigen Lichtstimmungen. Dabei haben wir für einige Wochen die Polarnacht erlebt, etwas Besonderes für mich, das ich schon lange erleben wollte. Die Fotoausbeute war eher bescheiden. Zu oft war der Himmel bedeckt. Dafür war der harte finnische Winter speziell und ein super Erlebnis.


Dovrefjell

Eines meiner Highlights in diesem Jahr folgte gleich im Anschluss. Mit einem befreundeten Pärchen waren wir im Dovrefjell bei den Moschusochsen. Dabei hatten wir sowohl mit den Lichtstimmungen als auch mit den Bedingungen richtiges Glück. Von spektakulären Lichtstimmungen bis zum White Out im Schneesturm war alles dabei. Da sind auch ein paar Fotos dabei die ich auch jetzt, fast ein Jahr später, noch sehr gerne ansehe.


Lofoten

Der Februar stand im Zeichen der Nordlicht- Fotoreisen für die Naturfotowerkstatt, sowie etwas Locationscouting für kommende Touren. Die beiden Fotoreisen hätten wetterbedingt nicht unterschiedlicher sein können, die Fotoausbeute war dennoch sehr fein. Ein paar richtig starke Nordlichtnächte waren auch dabei.


Neuseeland

Gleich im Anschluss gings für fast 6 Wochen nach Neuseeland und zu einem weiteren absoluten Highlight meines Jahres. Nach der ersten Reise, etwas über ein Jahr zurück, hat mich Neuseeland in seinen Bann gezogen. Die Vielfalt und die Kontraste begeistern mich. Abwechslungsreiche Landschaften die nicht unterschiedlicher sein könnten, liegen oft nur wenige Stunden auseinander. Einfach ein tolles Gefühl hier unterwegs zu sein.

Wir waren auf beiden Inseln unterwegs, haben einige Wanderungen unternommen und viel Neues kennengelernt. Dieses Mal hatten wir mit dem Mount Taranaki mehr Glück als noch im Vorjahr. Nach dem Aufstieg zur Hütte durch einen mit Farnen, Moos und Flechten bewachsenen Märchenwald, ging es weiter zu den kleinen Bergseen. Genau rechtzeitig zu Sonnenuntergang verzogen sich die Wolken und gaben den eindrucksvollen Blick auf den Vulkan frei. Ein toller Abend der mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, genauso wie „Snorre“ der japanische Meisterschnarcher im Nebenbett des Lagers, der mein eigenes Schnarchen wie ein leises Flüstern erscheinen ließ… :-)


Europäische Braunbären

Im Frühling bis zu Beginn des Sommers habe ich mich wieder intensiv den Braunbären in Slowenien gewidmet. Besonders einige Weitwinkelbilder die den Bären im Lebensraum zeigen, waren mein Fokus und so drehte sich alles um Fotofallen. Geeignete Plätze suchen, aufbauen, warten, wieder abbauen und einen neuen Platz suchen. Verrutschte Kameras, volle Speicherkarten wegen unerklärlicher Fehlauslösungen, leere Akkus, kaputte Blitze, Kabel die kein Signal übertragen… Ich könnte ein Buch darüber schreiben, was bei Fotofallen alles schief gehen kann. Wenigstens fiel dieses Jahr keine Kamera den Bären zum Opfer, man lernt ja dazu. :-) Einiges hat dann auch funktioniert und es sind einmalige Bilder entstanden. Das Gefühl wenn man nach längerer Zeit eine Kamera kontrolliert und beim Durchklicken der Fotos einen Bären sieht, ist jedes Mal unbeschreiblich. Einige Bilder davon werden im neuen Buch über das Leben am Limit – Bärenprojekt zu sehen sein. Das Buch wird im Frühjahr 2019 erscheinen und ich freu mich riesig darauf.


Alaska

Um Bären dreht es sich auch während meines 6 wöchigen Alaska Aufenthalts. 2 Wochen habe ich im Katmai Nationalpark verbracht. Zuerst an den Brooks Falls und im Anschluss an der wilden Küste. Diese Zeit war mit das Beste das ich in meinem Leben erleben durfte und ich denke so gerne an die vielen Erlebnisse mit den Bären, aber auch an die Abende vor dem Zelt in dieser abgelegenen Wildnis zurück. An den Seeadler der während der morgendlichen Toilette seine Runden drehte und an den Wolf der am Fluss nach Lachs Ausschau hielt während ich vorm Zelt mein köstliches Abendessen (dehydrierte Fertignahrung) genoss.

Zu den Trips gibt es je auch einen Blog: Katmai Küste und Brooks Falls


Workshops und Fotoreisen

Dieses Foto des Sonnenaufgangs über Österreichs höchsten Bergen entstand während des diesjährigen Hohe Tauern Fotoworkshops. Ich habe es stellvertretend für die Workshops und Fotoreisen dieses Jahr ausgewählt. Sie sind für mich nach all den Jahren immer noch ein Highlight und ein fixer Bestandteil meines Berufs als Naturfotograf. Es macht mir viel Spaß dabei immer wieder neue und unterschiedliche Menschen kennenzulernen, mein fotografisches Wissen weiterzugeben und gemeinsam zu fotografieren. Mit Einigen hat sich über die Jahre eine schöne Freundschaft entwickelt. Zeit einmal Danke dafür zu sagen!


Neuseeland

Ja, ich hatte heuer einen Neuseeland Schwerpunkt. :-) Im November ging es ein zweites Mal ans andere Ende der Welt. Diesmal mit Camper und nur auf die Südinsel. Es macht richtig viel Spaß in Neuseeland unterwegs zu sein. Die Motivvielfalt auf kleinem Raum ist schon fast einzigartig und ich habe mein Portfolio wieder erweitert. Die wilde Westcoast gehört zu meinen absoluten Lieblingsplätzen in Neuseeland, hier gibt es soviele tolle Plätze.


Das war ein kurzer Rückblick auf mein Jahr 2018. Ich habe einige meiner Highlights ausgewählt, abgesehen davon gab es noch viele weitere tolle Momente. Über 220 Tage habe ich 4 Kontinente und 12 verschiedene Länder bereist. Dazu kommen noch ein paar Tage im Flugzeug, sowie mehrere Wochen in Österreich am Neusiedlersee, in den Bergen bzw. auf Workshops. Es war ein enorm arbeitsintensives Jahr, das mir aber auch unglaublich viel Spaß gemacht hat. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als meinen Beruf als Naturfotograf so ausüben zu können, dafür bin ich sehr dankbar.

Ich freue mich auf das neue Jahr 2019 und bin gespannt was es mit sich bringen wird. Ideen und Pläne gibt es genügend, mal schauen was ich davon umsetzen werde. Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Viel Gesundheit und Erfolg und natürlich „Gut Licht“.

Robert


Powered by SmugMug Log In